Salomon Trailrun Worldmasters

1 02 2011

Ab heute 12:00 Uhr ist es möglich, sich für die diesjährigen Trailrun Worldmasters anzumelden. Mit neuem Titelsponsor und leicht verkürztem Programm (zwei statt drei Läufen) geht es am 5. und 6. November wieder über die Trails in und um Dortmund. Eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung, die man mitgemacht haben sollte. Ich freue mich schon drauf.

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Anmeldungen unter: http://trailrun-worldmasters.com/





Laufkalender 2011

10 01 2011

Auch wenn das neue Jahr schon wieder zehn Tage alt ist, wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, es sind alle gut ‘rein gekommen.
Seit letzter Woche bin ich zurück im Büro und der Weihnachtsurlaub scheint in so weiter Ferne zu liegen, dass man meint, er habe gar nicht statt gefunden. Es ist doch immer wieder dasselbe! Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Noch unglaublicher finde ich es aber, wie schnell man die über das Jahr mühsam abtrainierten Pfunde wieder auf den Rippen hat. Man, ich dachte meine Waage ist kaputt… Also auf ein Neues.
Während der letzten Wochen hatte ich endlich ausreichend Zeit, mir Gedanken über mein Laufjahr 2011 zu machen. Nachdem ich letztes Jahr eher wahllos an Laufveranstaltungen teilgenommen habe, soll/muss es dieses Jahr ein wenig geplanter zugehen, zumal die Umfänge steigen sollen und das Training dementsprechend auch längerfristig geplant sein will. Also hier ist eine vorläufige Liste von Veranstaltungen, bei denen ich diesesJahr am Start stehen will:

Januar
Im Januar sind keine Laufveranstaltungen geplant. Zwar wollte ich zunächst beim dritten Lauf zur Göttingen Cross-Serie teilnehmen, aber den habe ich ausfallen lassen. Irgendwie passte er nicht mehr so in meine Planung.
Stattdessen geht es im Januar zum Arzt. Nicht weil es mir schlecht geht, aber ich will mich trotzdem einmal durchchecken lassen. Das Jahr wird lang und ich möchte sicherstellen, dass ich zumindest die körperlichen Voraussetzungen mitbringe, um es Gesund zu überstehen. Bevor ich nicht das OK vom Doc habe, werde ich keine Anmeldungen für Laufveranstaltungen ausfüllen.

März
Am 20.3. werde ich zusammen mit Guido beim Steinfurt Marathon starten. Wir werden als Staffel antreten, so dass jeder von uns einen Halbmarathon läuft. Das hat letztes Jahr sehr viel Spass gemacht und soll auch dieses Jahr den Saisonauftakt symbolisieren. Der Lauf ist sicherlich eine gute Standortbestimmung nach einem, wie es aussieht, langen Winter :) Erklärtes Ziel für Steinfurt ist eine bessere HM-Zeit. Mal schauen, was drinsitzt.

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April
Ich will ja dieses Jahr eigentlich verstärkt Trails laufen. Wenn man sich umschaut, gibt es da eine lange Liste von entsprechenden Veranstaltungen im In- und Ausland. Zunächst hatte ich gedacht, dass ich bei der Harzquerung im April dabei sein sollte, aber nachdem man mir vom Hermannslauf in höchsten Tönen vorgeschwärmt hat, habe ich mich für diesen entschieden. Zumal er gar nicht mal so weit von meiner Westfälischen Heimat stattfindet, und quasi ein Heimspiel für mich ist.

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Geburstags-Trail
Im April habe ich Geburtstag. Normalerweise feiere ich meine Geburtstage nicht ausgiebig. Dieses Jahr möchte ich meinen Geburtstag auf eine besondere Art ‘begehen’: Ich werde einen Geburtstagslauf von 39km Länge machen (Ja, einen Kilometer für jedes Jahr.). Und nachdem ich jetzt einige Zeit über dieser Idee gebrütet habe, denke ich mir, dass der Lauf vielleicht auch für andere Läufer interessant sein könnte. Deshalb lade ich herzlichst dazu ein, mich zu begleiten.
Die Strecke steht noch nicht ganz fest, aber es wird ein 39km Trail durch den Göttinger Wald werden. Mittlerweile kenne ich eine Reihe interessanter Laufgebiete um Göttingen und ich schätze, es werden um die 700 Höhenmeter auf überwiegend Waldwegen und Single-Trails herauskommen. Sobald das Wetter es zulässt, werde ich mich aufs Mountainbike schwingen und die Strecke festlegen. Ach so, das Ganze soll am 30.4. stattfinden. Wer also an dem Wochenende noch nichts vor hat, und Lust auf einen gemütlichen Trail-Lauf im Süden Niedersachsen hat (Göttingen lässt sich wunderbar mit dem Zug erreichen) kann sich den Termin ja schon einmal vormerken. Mehr Details demnächst hier.

Juli
Der Höhepunkt der diesjährigen Laufsaison ist für den Juli geplant. Nach längeren Überlegungen habe ich mich entschieden, im Juli bei den 4Trails zu starten: 160km inkl. 10000 Höhenmetern in vier Etappen. Das wird happig, aber mit entsprechender Vorbereitung sollte es machbar sein. Bewusst habe ich mich dazu entschieden, im Mai und Juni an keinen Läufen teilzunehmen. Eigentlich wird das gesamte erste Halbjahr 2011 auf die 4Trails ausgerichtet sein. Neben entsprechenden Lauftraining, soll es vermehrt auch Kraft- und Koordinationstraining geben. Abgerundet soll das ganze dann werden durch Cross-Training auf dem Mountainbike. Das wird mein ersten Etappenlauf dieser Art sein. Falls Ihr also Tipps für einen solchen Lauf oder für die Vorbereitung auf einen solchen Lauft habt, nur her damit!. Ich habe einen riesigen Respekt vor der Veranstaltung, aber ich freue mich auf die Herausforderung!

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September
Ich bin mir sicher, dass wenn ich die 4Trails überstanden habe, ich ein paar Wochen Erholung brauche. Mein Wunsch wäre es, im September wieder fit zu sein. In den letzten beiden Jahren bin ich im September beim Run & Bike 4 Help-Halbmarathon angetreten, eine kleine aber feine Laufveranstaltung im Westen von Göttingen. Es gibt Gerüchte, dass die Benefizveranstaltung dieses Jahr nicht stattfinden wird. Das wäre wirklich schade. Ich hoffe, die Veranstalter finden Wege, dieses Event dennoch anzubieten.

Oktober
Eines der schönsten Laufspektakel, an dem ich bisher teilgenommen habe, war das Keep-On-Running in St. Wendel im letzten Jahr. Und so wie es aussieht, wird es auch dieses Jahr wieder stattfinden. Drei Tage, drei Läufe, knapp 60km in einer tollen Landschaft. Wo wird man denn sonst bei der Pasta-Party vom Bürgermeister persönlich bedient? Ich kann dieses absolut sympathische Event jedem nur wärmstens empfehlen. Das erste Oktoberwochenende ist zumindest in meinem Kalender rot angestrichen!

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November
Das Ende der diesjährigen Laufsaison wird im November von den Windstopper Trailrun Worldmasters in Dortmund markiert. Nach dem letzten Jahr ist klar, dass schon einiges passieren muss, damit ich dieses Jahr dort nicht laufen werde.

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Ja, das war er eigentlich, mein Laufkalender für 2011. Für meine Verhältnisse habe ich mir bestimmt viel vorgenommen, aber sicherlich nicht zu viel. Und wer weiss, vielleicht trifft man sich ja bei der einen oder anderen Veranstaltung.





Windstopper Trailrun Worldmasters – Unser Videoclip

16 11 2010




Windstopper Trailrun Worldmasters 2010

8 11 2010

Race Report

Es ist Sonntag, 7. November 2010, 11:00 Uhr. Der Startschuss zum Bittermark-Trail ist gerade gefallen und ich setze mich langsam in Trab. Meine Beine sind noch nicht wirklich begeistert von der Aussicht auf weitere 21.6 km Trail durch den Dortmunder Süden. Aber damit hatte ich eigentlich gerechnet. Fünf bis sechs Kilometer zum warm werden habe ich mir gegeben. Im Mittelteil sollte es dann einigermaß en ‘rund laufen’ und auf dem letzten Viertel müsste ich noch einmal die Zähne zusammen beißen. So zumindest mein Plan. Meine größte Befürchtung ist, dass ich vorzeitig mit Krämpfen ausscheiden muss. Also alles lieber ein wenig langsamer angehen lassen und einmal schauen, was der Rest des Körpers so sagt.

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Das ‘Abenteuer Trailrun’ fing vor vier Monaten an. Ich bin mir immer noch nicht sicher, warum Windstopper gerade mich als einen der drei Kandidaten für das Vorbereitungsprogramm zu den Windstopper Trailrun Worldmasters auserkoren hat. Böse Zungen behaupten, man hätte wohl noch die Kategorie ‘laufbegeisterter, übergewichtiger, End-dreißigjaehriger’ zu füllen gehabt. Wie auch immer die Auswahlkriterien lauteten, ich bin froh und sehr dankbar, dass es mich getroffen hat.

Vier Monate, 900 Trainingskilometer, 12000 Höhenmeter, 100 Trainingsstunden, zwei Testrennen in St. Wendel und einem Höhentrainingslager in Lech später laufe ich also tatsächlich über das Dortmunder Phönix-Gelaende, dem Start- und Zielbereich der Worldmasters. Heute soll sich also zeigen, ob es tatsächlich möglich ist, einen unbedarften Anfänger in nur einem Sommer, auf ein Event wie die Trailrun Worldmasters vorzubereiten.
Mittlerweile hat sich Franz-Josef zu mir gesellt. Gemeinsam laufen wir am hinteren Ende des Feldes und tauschen uns über die ersten beiden Läufe der Worldmasters aus.

Freitag um 15:00 war Start zum Prolog, einem 5km Sprint über das Phönix-Areal. Ich muss zugeben, dass ich diese kurzen Strecken nicht sonderlich mag.
Bei den längeren Strecken, habe ich gelernt, worauf ich achten muss. Ich habe damit begonnen, ein Gefühl zu entwickeln, was ich meinem Körper zutrauen kann und was nicht. Sprintstrecken tun aber einfach nur weh und mir fehlt es wohl an nötiger Tempohaerte oder Selbstgeisselungszwang, um fünf Kilometer am Limit zu laufen. Dennoch bin ich mit dem Auftakt zufrieden. Klar es kann immer etwas besser laufen, aber es kann auch immer etwas schlechter laufen. Dazu kam das Gefühl, dass ich mich nicht all zu sehr verausgabt hatte, und frisch genug für den Rest des Wochenendes war.
Der Freitag endete mit einer Pastaparty, auf der dann neben Preisverleihung und Bilder sowie Video des Tages, Achim Achilles auf dem Programm stand. Ein wahrlich gelungener Auftakt für die Worldmasters.

Franz-Josef kommt aus Dortmund und hat viele Fans und Freunde entlang der Strecke und so kommt es, dass ich ihn an einem der zahlreichen Streckenposten ‘verliere’ und ich alleine mit dem Anstieg in das Bittermark-Gelaende beginne. Die Beine scheinen sich damit abgefunden zu haben, heute noch einmal arbeiten zu müssen. Zugegeben, es fällt mir ein wenig schwer und mein Laufstil sieht sicherlich nicht besonders ästhetisch aus, aber ich bewege mich mit mehr als nur Schrittgeschwindigkeit voran. Und solange ich Läufer vor mir sehe und den ‘Besenlaeufer’ nicht hinter mir höre, brauche ich mir keine Sorgen zu machen.
Der erste Verpflegungsstand ist bei Kilometer sechs aufgebaut. Ein Gel-Paeckchen und Wasser sollen es sein, hatte ich mir vorher überlegt. Ich wollte frühzeitig mit den Gels anfangen, in der Hoffnung, dass es mir mein Körper später dankt.
Die längsten Wettbewerbe, die ich vor dem Sommer bestritten hatte, waren Halbmarathons. Damit ist die heutige Strecke, zumindest, was den Umfang angeht, nichts Neues für mich. Neu ist jedoch einen Halbmarathon zu laufen, nachdem ich keine 24 Stunden vorher ein 36 Kilometer-Rennen absolviert habe.

Der 36 km lange Ruhrklippen-Trail hat es in sich. Man muss sich schon selber davon überzeugen, Dortmund bietet tatsächlich einiges an Höhenmeter. Gut, es sind nicht die Alpen, aber der Ruhrklippen-Trail ist bei weitem nicht flach! In der Nacht von Freitag auf Samstag hatte es durchgehend geregnet und wir konnten nur erahnen, was das für die Strecke bedeutete. Zum Glück blieb es während des Rennens zumindest teilweise trocken. Eingeteilt hatte ich mir das Rennen in drei 10k-Laeufe und ein 6k-Finish. Das machte das ganze übersichtlicher und es klang machbar. Und so bin ich dann am Samstag zum ersten Mal in meinem Leben zu einem 36 km-Rennen aufgebrochen.

Bei Kilometer 9 stehen Markus, der uns für die Windstopper Trailrun-Facebook Website begleitet, Uli, unser ‘Teamarzt’, und meine Frau an der Strecke. Ich freue mich wahnsinnig, die drei am Streckenrand zu sehen. Sie haben sich einen Platz in der Bittermark ausgesucht, an dem ich noch zwei weitere Male vorbei muss. Die Vorfreude darauf treibt mich an.

Diese Erfahrung hatte ich schon am Vortag gemacht. Nach dem beschwerlichen Aufstieg zum Kaiser-Wilhelm-Denkmal kurz nach der Hälfte des Ruhrklippen-Trails, war es wirklich eine Belohnung in die Gesichter von Freunden und Bekannten zu blicken, die dort oben warteten. Das und die Verpflegung vor Ort hatten wirklich Auftrieb gegeben. Zu dem Zeitpunkt war ich schon über zwei Stunden unterwegs und hatte noch knapp 16 Kilometer vor mir. Beim ‘Abstieg’ vom Denkmal gab es dann leider auch sofort die erste größere Klatsche. 15 Kilometer vorm Ziel läuft man ein wenig an einer Straße entlang, und ich weiß nicht, ob es der plötzliche Wechsel auf den härteren Untergrund war, oder ein zu überhasteter Bergab-Lauf, auf jeden Fall bekam ich Krämpfe in beiden Waden und musste ein paar Minuten für einige Dehnübungen halten. Sehr frustrierend, mitten im Nirgendwo zu stehen, kein Mensch weit und breit und die Sorge zu haben, dass das vielleicht schon das Ende der ganzen Veranstaltung ist.

Nach einer Viertelstunde komme ich zum zweiten Mal bei den Dreien vorbei und kann meine Handschuhe und mein Buff abgeben. Hatte ich nicht eine Stunde vorher noch gefröstelt? Auf jeden Fall ist mir tüchtig warm und jedes überflüssige Kleidungsstück ist mehr als nur störend. Noch ein paar hundert Meter bis zur zweiten Verpflegungsstelle, dann habe ich den höchsten Punkt des Bittermark-Trails erreicht. Ich halte mich nicht lange dort auf. Ein bisschen Iso, Wasser und ein Stück Banane müssen reichen.
Es geht jetzt tatsächlich bergab und ich muss mich konzentrieren. Technisch wird die Strecke ein wenig anspruchsvoller und es wäre zu dumm, durch eine Unaufmerksamkeit, eine Verletzung und damit wahrscheinlich das Rennen zu riskieren. Aber alle Vorsicht ist vergessen, als ich meine drei Begleiter zum dritten Mal wiedersehe und ich für die Kameras herumalbere. So etwas wird dann auch gleich bestraft und ein paar Schritte weiter knicke ich mit meinem rechten Fuß um. Kurze Schrecksekunde, alles noch dran, alles noch beweglich, kein Schmerz, und weiter. Das hätte mir jetzt noch gefehlt. Eine Verstauchung hätte ich hier wie am Vortag nicht durch Dehnen aus der Welt geschafft.

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Es hatte mich ein ein, zwei Minuten gekostet, die Waden wieder zu lockern. Nach kurzem Antraben stellte ich erfreut fest, dass es doch nicht ganz so schlimm war und ich weiter laufen konnte. Aber von da an saß mir wirklich die Angst im Nacken, dass die Waden jeden Moment vollständig zumachen würden.
Es galt jetzt den letzten größeren Anstieg im Ruhrklippen-Trail zu bewältigen. Zwei Wochen zuvor durfte ich zusammen mit einigen Mitgliedern des LT-Bittermark einen Teil der Strecke ablaufen. Und so steil der Aufstieg zum Denkmal ist, den darauf folgende Anstieg hatte ich besonders in Erinnerung. Er ist nicht ganz so steil, zieht sich aber über mehrere Kilometer und kostet einige Körner. Am Samstag versuchte ich es abwechselnd mit Laufen und Gehen, je nachdem wo mein Puls gerade stand. Zu meiner großen Freude stellte ich fest, dass ich noch Herr meines Pulses war. Das musste ein Trainingseffekt sein und ich sagte mir, dass es um meine Kondition nicht ganz so schlecht stehen konnte. Warum sollten die Beine jetzt nicht mitmachen?

Es geht noch einige hundert Meter Berg runter, bevor ich wieder vor einem Anstieg stehe. Ich muss gestern beim Briefing nicht ganz aufgepasst haben, diesen Hügel habe ich nicht in Erinnerung. Aber hatte mich Marc nicht heute Morgen noch vor zwei kleineren ‘Pulstreibern’ nach der zweiten Verpflegung gewarnt? OK, so schlimm kann es nicht sein. Zähne zusammenbeissen und durch. Aber nach ein paar Schritten stelle ich fest, dass Laufen zu viel Kraft kostet. Also im Stechschritt nach oben marschiert. Auf halber Höhe schließt Michael zu mir auf und ich bin ein wenig neidisch auf den Elan mit dem er den Abhang nimmt. Im Gespräch stellt sich heraus, dass Michael, die Teilnahme an den Worldmasters ebenfalls gewonnen hat. Man, wie klein die Welt doch ist. Michael kommt aus Dortmund und kennt sich in der Bittermark aus. Oben auf dem Hügel angekommen erzählt mir Michael dann auch, dass es jetzt ‘nach Hause’ geht. Und zum ersten Mal an diesem Tag fühle ich, dass ich echt schlapp bin und ich wünschte, ich wäre schon im Ziel.

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Ich erinnere mich, dass die letzten Kilometer am Samstag nicht lustig waren. Trotz der vielen Streckenposten, die mir alle versicherten, dass es jetzt nicht mehr weit sei und ich noch gut aussehen würde, waren meine Beine schwer wir Blei. Ich hatte mir ein Grinsen nicht verkneifen können als die Zahlen auf den Schildern, die die Kilometer ins Ziel herunterzaehlten, ‘plötzlich’ einstellig wurden. Mir wurde da langsam klar, dass das Gröbste geschafft war. Aber auch mit nur wenigen Kilometern vor Augen war es nicht einfach. Ganz im Gegenteil. Eigentlich wurde es mit jedem weiteren Kilometerschild schwieriger. Teilweise kamen mir die Abstände zwischen Schildern zu lang vor und ich war mir sicher, dass man sich irgendwo vermessen hatte.
Auf den letzten fünf Kilometern schaute ich immer häufiger auf meine Pulsuhr und die Zeit, die sie anzeigte, hatte ich doch auf einmal die hirnrissige Eingabe, dass ich die Strecke in unter 4 Stunden 15 Minuten schaffen könnte. Das war aber nur möglich, wenn ich mein Pace auf unter 6min/km drücken konnte.

Ich verpasse fast den dritten und letzten Verpflegungsstand, so abgelenkt bin ich durch das Gespräch mit Michael. Außerdem stelle ich fest, dass Michael der ideale Pacer ist, zumindest scheint das Laufen jetzt einfacher zu sein, als noch vor zwanzig Minuten. Gleich wird die Strecke in den Teil übergehen, den ich schon gestern ‘gelaufen’ bin.

Die letzten zwei Kilometer führten zurück über das Phönixgelaende zur Phönixhalle. Eine flache, offene und demnach windige Passage. Jeder Schritt kam mir so irrsinnig langsam vor, dass ich dachte, ich müsste aussehen wie jemand in Zeitlupe. Die letzten paar hundert Meter führten noch einmal durch einige große Pfützen und Schlammlöcher. Zu dem Zeitpunkt war es mir dann aber auch egal, dreckiger konnte ich bestimmt nicht mehr werden. Kurz vor dem Ziel ein letzter, kleiner Schock. Musste ich noch einmal die Stahltreppe hoch und durch den Hochofen, so wie am Tag zuvor? Die Veranstalter waren aber gnädig und hatten den Kurs direkt ohne weitere Umwege zur Ziellinie geführt. Mit den Fahnen und Zuschauern vor Augen konnte ich dann auch mit einem Lächeln, wie ursprünglich geplant, die letzten Meter zurücklegen. Tom Boeger von Gore stand im Ziel und hat jeden einzelnen Läufer in Empfang genommen. Eine tolle Geste! Ich habe mich wahnsinnig gefreut.

Ahh, da ist sie wieder, diese weite, ebene, unbebaute Fläche, der Hochofen im Hintergrund, noch ein letztes Mal durch die Schlammlöcher auf dem Feld vor der Phönixhalle und jetzt fängt der Michael auch noch an zu spurten. Wo nimmt er das denn jetzt noch her? Keine Ahnung, ich weiß nur, dass ich dran bleiben will. Auch wenn ich es morgen vielleicht bereue, ich verfalle ebenfalls in einen Sprint…

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Danksagung

Dieses einzigartige Erlebnis wäre nicht möglich gewesen ohne eine ganze Reihe von Menschen, denen ich an dieser Stelle danken möchte.

Windstopper ist das Risiko eingegangen, drei Trail-Novizen, das Trail-Abenteuer Windstopper Trailrun Worldmasters zu sponsorn. Dafür und für das Vertrauen, was man in uns gesetzt hat, möchte ich mich bedanken, allen voran bei Tom und Doris von Windstopper/Gore.

Während der letzten vier Monate wurden wir betreut und begleitet von Markus und Katja von massklusive. Es hat sehr viel Spaß mit euch beiden gemacht! Vielen, vielen Dank! Sobald ich das nächste Mal in Hamburg bin, melde ich mich bei euch! Das erste Bier geht auf mich!

Ich hätte es am Sonntag nicht über die Ziellinie geschafft, ohne das Coaching von Dirk! Er war es, der unsere Trainingsplaene zusammen gestellt und je nach Feedback angepasst hat. Das Ganze lief quasi online ab und Dirk musste uns aus der Ferne trainieren. Bei weitem keine leichte Aufgabe! Vielen Dank hierfür! Der beste Beweis, dass Dirk seinen Job hervorragend erledigt hat, ist der, dass wir es alle geschafft haben!

Wer noch nie in oder um Dortmund laufen war, hat etwas verpasst. Einer der sympathischsten Lauftreffs, der LT Bittermark, ist dort beheimatet und hat mit dem Ruhrklippen-Trail und dem Bittermark-Trail zwei großartige Trail-Strecken kreiert. Vielen Dank!

Sollte ich mich in der Zukunft zwischen zwei Lauf-Events entscheiden müssen, werde ich sicherlich immer das wählen, das von Plan B organisiert wird. Ein super Team, das ich in St. Wendel und Dortmund kennenlernen durfte und das ein Garant für professionell organisierte Sport-Events ist.

Denis vom Trail-Magazin gebührt besonderer Dank für unzählige Tipps, Hilfestellungen und Support und natürlich dafür, dass er uns gleich mehrmals ins Trail-Magazin aufgenommen hat!

Ähnliches gilt für den Gripmaster! Vielen Dank! Wenn ich eines gelernt habe in den letzten Monaten, ist es sicherlich: Höre immer auf den Gripmaster! ;-)

Unser ‘Teamarzt’ Uli hat uns vier Monate lang begleitet. Schon beim ersten Treffen, dem medizinischen Check-up, war bemerkenswert, was für eine Ruhe und Kompetenz er ausstrahlte. So manch anderer Arzt kann sich da eine Scheibe abschneiden. Ich bin in den letzten Monaten verletzungsfrei geblieben, wusste aber zu jedem Moment, dass ich mich in guten Händen befinden würde, sollte mir etwas passieren. Dafür vielen, vielen Dank! Ich habe von Jens gehört, dass wir nächstes Jahr zusammen laufen werden? Ich freue mich drauf!!!

Kein Ereignis wie die Trailrun Worldmasters in Dortmund oder das Keep-On-Running in St. Wendel würde auch nur ansatzweise funktionieren, wären da nicht die unzähligen freiwilligen Helfer und Streckenposten. Euch allen, die ihr da draußen stundenlang bei Kälte und Regen ausgeharrt habt und für jeden Läufer, so langsam er auch war, ein aufmunterndes Wort parat hattet, ein riesiges Dankeschön!!! Besonderer Dank an Tanja für ihre High-fives!

Ich war schier begeistert von dem Zuspruch, den wird über Facebook und Twitter von wildfremden Personen bekommen haben. Wahnsinn! All den Menschen, die in den letzten Monaten mit uns gelitten haben, sich mit uns gefreut haben, mit uns mitgefiebert haben, uns Tipps und Ratschläge gegeben haben, all den Menschen, die uns virtuell auf die Schulter geklopft haben, ein großes Danke! So etwas hätte ich nicht für möglich gehalten. Zum Teil, habe ich einige von Euch in Dortmund endlich in natura getroffen. Ich hoffe, wir werden uns weiterhin über den Weg laufen!!!

Iris und Jens, ich hatte einen tollen Sommer 2010 mit Euch. In den letzten Monaten seid ihr zu mehr als nur Trainingspartner geworden. Vielen Dank für die gemeinsame Zeit! Das Trainingsprogramm für die Worldmasters 2010 ist vorbei, aber ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder gemeinsam bei dem einen oder anderen Event am Start stehen!

Zum Schluss möchte ich noch der Person danken, ohne deren Zuspruch und Unterstützung ich nicht in Dortmund angetreten wäre. Meine Frau musste in den letzten Monaten ein ums andere Mal sehr viel Verständnis für mein Training aufbringen. Dafür und für ihre Geduld gebührt ihr das größte Dankeschön.

So, what’s next?

In den nächsten Tagen wird erst einmal pausiert. Vielleicht gönne ich mir ein leichtes Traben, wenn mir danach ist, aber ansonsten werde ich die Füße hochlegen.
Aber wie soll es im nächsten Jahr weitergehen? Ich bin schon vor dem Start des Trainingsprogramms gerne und regelmäßig gelaufen. Aber es wird mir nach diesem Sommer und den Wettbewerben in St. Wendel und Dortmund schwer fallen, zurückzukehren zum Straßenlauf. Das Trailrunning ist zu einer neuen Leidenschaft geworden. Dementsprechend werde ich mir Events fürs nächste Jahr heraussuchen. Falls ihr also Vorschläge und Tipps habt, nur her damit.
Ich bin sicherlich noch nicht an meiner Leistungsgrenze angekommen und ich bin gespannt auf das, was noch alles möglich sein wird.

Man kennt das ja, Läufer sind schon ein verrücktes Völkchen, aber Trailrunner sind echt total durchgeknallt! Ich freue mich, ein Teil davon geworden zu sein. Wir werden uns da draußen irgendwo wiedersehen!








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