Schneewalzer und Trail Running

6 06 2011

Zwei Wochen ist er schon wieder her, der Rennsteig-Marathon. Hier kommt meine Zusammenfassung:

Samstag, 21. Mai 2011
2 Uhr

Mein Wecker klingelt. Eigentlich hätte ich ihn nicht stellen müssen. Lag ich doch schon eine gefühlte Ewigkeit wach. Dank feierfreudiger Nachbarn war an Schlaf nicht wirklich zu denken gewesen. Aber hatte ich nicht gerade letzte Woche erst noch gelesen, dass es nicht die letzte Nacht vor einem Wettkampf ist, auf die es ankommt, sondern die vorletzte Nacht? Gut, zumindest in der vorletzten Nacht hatte ich genügend geschlafen. Ich bin auch jetzt nicht wirklich müde, aber Kaffee muss jetzt trotzdem sein.

3 Uhr
Ich steige ins Auto und verharre für einen Moment. ‘Warum tue ich mir das an?’ Vor mir liegen 3-4 Stunden Autofahrt (google und mein Navigationssystem scheinen sich nicht ganz einig zu sein) nach Neuhaus am Rennweg. Ich gebe zu, dass sich meine Aufregung in Grenzen hält.

3:30 Uhr
Vielleicht sollte ich doch noch einen Kaffee zu mir nehmen?

6:30 Uhr
Ankunft in Neuhaus am Rennweg. Hier ist ja nichts los. Dafür das in nicht ganz drei Stunden 3000 Läufer an den Start gehen sollen sieht alles ganz verschlafen aus. Bin ich hier überhaupt richtig? Ach ja, da sind ja schon einige Schilder zur Anmeldung.

6:40 Uhr
Ich habe meine Startunterlagen und, fast genauso wichtig, einen gelben Beutel für meine Wechselklamotten. Der Rennsteig-Marathon ist ein Punkt-zu-Punkt-Lauf. Man packt also seine Sachen, die man am Zielort gerne hätte in diese Säcke, schreibt seine Nummer drauf und lässt sie dann in den Zielbereich transportieren.
Ich schaue mich noch ein wenig um. So langsam kommt Leben in den Startbereich, aber nach 3000 Läufern sieht es immer noch nicht aus. Wo gibt es denn hier Kaffee?

7:00 Uhr
Ich habe mich ins Auto zurückgezogen für ein zweites Frühstück. Pb&J Sandwiches sind mein absolutes Lieblingsfrühstück, zumindest vor einem Rennen.

7:30 Uhr
Es regnet. Na toll. Meiner Stimmung tut dies nicht gerade gut. In den Autos um mich herum wird man wach. Anscheinend haben nicht wenige die Nacht in ihren Autos campiert. Hm, keine schlechte Idee fürs nächste Jahr. So schnell wie der Regen gekommen ist, so schnell verzieht er sich auch wieder. Das könnte ja doch noch ein netter Tag werden.

8:00 Uhr
Hat da einer der Parkplatzcamper sein Radio zu laut gestellt? Ich höre ganz schlechte Volksmusik. Nein, es ist nicht einer der Camper: auf dem Startplatz hat sich eine Blaskapelle eingefunden und dazu knödeln ein Marianne-und-Michael-Verschnitt Volkslieder. Das ist jetzt ein Witz, oder? Wie sich herausstellt, ist dem nicht so.

8:30 Uhr
Mittlerweile finden sich immer mehr Läufer ein. Nachdem die Sonne vom Moderator begrüsst wurde (sic!), bittet er jetzt alle zum Schneewalzer. Ich komme mir vor wie in einer Episode ‘Twilight Zone’.

8:45 Uhr
Prominente Gäste begrüssen die Läufer. Zunächst die Landrätin, gefolgt von der Bürgermeisterin. Keine Ahnung, was in Neuhaus so politisch passiert, aber es macht den Eindruck, dass Landrätin und Bürgermeisterin sich nicht sonderlich mögen… Vielleicht bin ich aber auch noch nicht wirklich wach.

8:50 Uhr
Das Startareal ist gut gefüllt und jeder scheint in bester Stimmung zu sein. Aus irgendwelchen Gründen bin ich das nicht. Ich möchte diesen Lauf eigentlich nur hinter mich bringen.

9:00 Uhr
Start
Es dauert einige Minuten bis ich über die Startlinie trabe. Nach dem ersten ‘Anstieg’ hellt sich meine Stimmung auf. Meine Beine spielen mit, die Sonne scheint, es ist weder zu warm, noch zu kalt, und ich freue mich auf ein paar schöne Trails.

9:30 Uhr
Immer noch auf Asphalt unterwegs. Ich hätte die Beschreibung der Strecke genauer lesen sollen. Wann geht es denn jetzt auf die Trails?

9:40 Uhr
Ich komme durch die erste Verpflegungsstation. Und greife mir einen Becher Wasser. Oh man, da ist ja Kohlensäure drin… ‘Ne, stilles Wasser haben wir nicht.’, antwortet man mir als ich Nachfrage, ‘Aber Du kannst Cola haben…’ Ich lehne dankend ab und zwinge noch einen Becher Wasser runter.

9:43 Uhr
Ahh, endlich geht’s auf die Trails.

9:50 Uhr
Ich rechne ein wenig. Eigentlich hatte ich mir keine spezielle Zeit vorgenommen, hatte aber überschlagen, dass ich nach 5 bis 5.5 Stunden im Ziel sein sollte. Aber momentan sieht so aus, als würde ich unter fünf Stunden bleiben können.

10:15 Uhr
Die zweite Verpflegungsstation. Ich spare mir die Frage nach stillem Wasser und begnüge mich mit dem sprudelnden Wasser. Ich bin aber auch wirklich durstig. Ich hatte eigentlich gedacht, ich hätte die letzten Tage ausreichend getrunken. Aber irgendwie fühle ich mich ein wenig dehydriert.

10:20 Uhr
Hm, vielleicht könnte ich sogar unter 4:30 Stunden bleiben… Die Stimmung ist gut.

11:05 Uhr
Wir werden von lauter Schlagermusik am Masserberg empfangen. Ich bin der letzte, der bei Laufveranstaltungen eine ‘Samba’-Band an jeder Ecke braucht, aber die hiesige Musikuntermalung ist echt grenzwertig. Ich weiss ja, dass es diese Veranstaltung schon fast 40 Jahre gibt, aber muss man denn unbedingt die Musik von damals spielen?
Die Verpflegungsstation hier am Masserberg ist riesig
und es gibt alles, was das Herz begehrt (allerdings kein stilles Wasser). Soll ich den berühmten
‘Schleim’ probieren? Lieber nicht, es sind noch mehr als 20 Kilometer zu laufen. Keine Experimente.

11:10 Uhr
Es geht zum ersten Mal etwas steiler bergab und ich spüre eine Schmerz in meinem rechten grossen Zeh. Der Schuh scheint nicht richtig geschnürt zu sein und ich stosse ‘vorne’ an. Man, das hat mir jetzt noch gefehlt. Sollte dies der erste Lauf sein, bei dem ich einen Nagel einbüsse? Ich versuche ein wenig mit der Schnürung zu spielen, in der Hoffnung, dass es besser wird. Aber es geht auch schon bald wieder bergauf, und alles ist gut.

11:25 Uhr
Interessante Streckenführung. Eine Art ausgetrocknetes Bachbett oder Hohlweg. Technisch dies der bisher anspruchvollste Teil der Strecke. Immer wieder bilden Wurzeln und Steine Stufen über die man nur leicht stolpern kann. Es geht bergab und es würde sicherlich Spass machen, hier herunter zu wetzen, aber wir gehen. Es ist aber auch nicht genug Platz zum Überholen.
Vielleicht auch gut so, in meinem Übermut würde ich mir sicherlich noch die Ohren brechen.
Mal kurz nachgerechnet… 4:30 Stunden schaffe ich wohl doch nicht mehr… Das wären ja nur noch zwei Stunden…

11:50 Uhr
War das gerade Donner?

12:20 Uhr
Ja, da ist ganz eindeutig ein Gewitter in der Nähe. Es regnet jetzt. Nicht viel. So ein bisschen halt. Eigentlich eine ganz angenehme Abkühlung.

13:00 Uhr
Der Regen ist mehr geworden und so langsam macht es keinen Spass mehr. 10 Kilometer noch.

13:20 Uhr
Das Wasser steht bis zur Oberkante in meinen Schuhen. Hätte ich vielleicht doch zu den Goretex-Schuhen greifen sollen. Interessante Frage. Aber müßig.

13:35 Uhr
Letzte Verpflegungsstation. Es regnet in Strömen. Ich kann mich nicht erinnern, jemals so nass bei einem Lauf gewesen zu sein. Ich bin absolut genervt, die Stimmung ist zumindest bei mir auf dem Nullpunkt. Das kann man nicht von den Freiwilligen an der Verpflegungsstelle behaupten. Die sind wirklich gut drauf und haben ein freundliches Wort für jeden übrig. Und endlich läuft hier auch eine andere Hintergrundbeschallung. Aber für mich kommt das alles zu spät. Ich will wirklich nur noch nach Hause…

13:40 Uhr
Ich spüre, wie durch das ganze Wasser die Haut an meinen Füßen weich wird und sich so langsam lösen möchte.

13:45 Uhr
Hm, der Regen wird weniger. Noch einige wenige Kilometer bist ins Ziel. Vielleicht bin bis dahin wieder trocken. Meine Beine sind schwer und ich gehe ein Stück. Ein Zuschauer am Wegesrand spielt auf einem Akkordeon ‘Mein Vater war ein Wandersmann’. Na, vielen Dank dafür.

13:50 Uhr
In Schmiedefeld. Ein letzter Anstieg noch zum Stadion. Der Regen hat vollständig aufgehört, aber das hilft mir nicht mehr. Ich bin nass und müde.

13:55 Uhr
Im Ziel. Gierig greife ich nach einem Becher mit heissem Tee. Erst jetzt merke ich, dass ich wirklich durchgefroren bin. Ich schaue mich um. Trotz des Wetters haben einige tausend Menschen ins Stadion gefunden. Die Stimmung ist toll. Aber so richtig freuen kann ich mich nicht. Ich bin glücklich, dass ich meinen ersten Marathon (mit 43.5 Kilometern war es eigentlich sogar ein kleine Ultramarathon 🙂 ) ‘gefinished’ habe, aber trotzdem ist mir nicht wirklich nach feiern zu mute.
Ich suche meine Tasche mit den Ersatzklamotten, ziehe mir etwas Trockendes über. Die Haut an meinen Füssen ist weiss und aufgequollen. Es gibt eine empfindliche Druckstellen, aber ansonsten bin ich glimpflich davon gekommen. Das war es dann für heute. Ich stelle mich in die Schlange der Menschen, die auf den Busschuttle nach Neuhaus warten.

16:00 Uhr
Zurück am Auto. Ich telefoniere mit meiner Frau, um sie wissen zu lassen, dass ich den Lauf überstanden habe und ich mich nun auf den Heimweg mache. Ich freue mich wirklich auf zu Hause.

17:30 Uhr
Ich stoppe an einer Raststätte, um mich ein wenig zu strecken. Nur mit Mühe schaffe ich aus dem Auto. Erst jetzt merke ich, dass meine Beine wirklich gelitten haben. Ich eiere also ein wenig über den Parkplatz, um den Blutkreislauf zu stimulieren. Man, was müssen die anderen Leute gedacht haben…

19:30 Uhr
Ich bin wieder zu Hause. Meine Kraft reicht noch gerade aus, um mich auf’s Sofa zu ziehen und von dort eine Pizza zu bestellen.

23:00 Uhr
Zeit, ins Bett zu gehen.

Sonntag, 22. Mai 2011
10:00 Uhr

Ich wache auf und muss erfreut feststellen, dass sich meine Beine gar nicht so schlecht anfühlen. Aber dennoch werde ich ein paar Ruhetage einlegen.

Fazit
Ich muss sicherlich noch etwas an meiner Leistung arbeiten. Es kann gut sein, dass ich die Langen Läufe in den letzten Monaten vernachlässigt habe und das rächt sich jetzt.

Die nächtliche Autofahrt war sicherlich nicht sehr hilfreich. Ich weiss aber nicht, ob ich mich frischer gefuehlt haette, wenn ich im Auto geschlafen haette.

Auch wenn es bei diesem Lauf regelmäßig Verpflegungsstationen gab, habe ich nicht ausreichend getrunken. Nächstes Mal sollte ich eine kleine Flasche mitbringen zur Reserve.

ULTRASports ist immer noch mein ‘Lieblingsgel’. Oder zumindest das Gel, mit dem ich am besten zurecht komme.

Der Rennsteig-Marathon ist ein toller Lauf. Die Strecke ist anspruchsvoll, aber sicher nicht zu anspruchsvoll. Eine schöne Mischung aus Trail- und Landschaftslauf. Die Organisation ist professionell und ausreichend. Man muss sich aber darauf einlassen, dass alles einen recht angestaubten Eindruck macht. Aber hey, dies ist ein Lauf mit langer Tradition. Er hat seine Fans und die wird er auch behalten. Ob ich nächstes Jahr noch einmal starte? Das ist gut möglich.

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Birthday Trail

16 05 2011

Ich bin noch einen Bericht von meinem Birthday Trail schuldig. Geplant war der Lauf für den ersten Mai. 39 Kilometer durch den Plessewald und den Göttinger Wald sollten es werden. Statt einer Zielzeit hatte ich mir vorgenommen, den Lauf als langen Trainingslauf zu absolvieren, also bei geringer Intensität (70-75% max HR) zu laufen und mich nicht durch Zeitvorgaben unter Druck zu setzen.
Ich wollte zur Plesseburg, einem beliebten Ausflugsziel nahe Göttingens. Ich dachte, dass falls etwa schiefläuft, oder ich an Verpflegung aufstocken muss, bin ich dort richtig.
Was soll ich sagen? Es war ein wunderbarer Lauf. Ich hatte eine Menge Spass, musste mir aber auch eine Reihe verwunderter Blicke bierseliger Wanderer (1. Mai) gefallen lassen. Dies war also der erste von drei Milestones auf dem Weg zu den 4Trails. Quasi ein erster Test. Was habe ich gelernt?

  • Ich kann eine Strecke von ~40 Kilometern laufen und muss dafür nicht ans Äußerste gehen. Ich werte das einmal als erfolgreiches Grundlagentraining. Geholfen hat mir sicherlich auch mein ipod. Da ich alleine unterwegs war, wäre es sicherlich nach ein paar Stunden langweilig geworden. Ich habe ein paar nette (Lauf)Podcasts entdeckt, die mich zwischendurch sehr gut abgelenkt haben. Zu den Podcasts werde ich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal etwas schreiben.
  • Mit meinem Trinkrucksack (XT Wings 5) war ich nicht ganz zufrieden. Ich ziehe Flaschen einer Trinkblase vor und bisher hatte er mir der XT gute Dienste erwiesen. Für diesen langen Lauf hatte ich zwei zusätzliche Flaschen an den Schultergurten befestigt. Diese waren nicht wirklich gut zu fixieren und machten den ganzen Rucksack eher instabil. Da werde ich noch ein wenig experimentieren müssen.
  • Ich bin ganz gut mit meiner Verpflegung gefahren: Ultra Sports Gels und Powerbar Müsliriegel. Gerade die Müsliriegel haben es mir angetan. Ich hatte die ‘Sweet & Salty’-Variante mit im Gepäck und war nach ein paar Stunden froh, nicht nur diesen süßen Glibber zu mir nehmen zu müssen.

Zusammenfassend kann ich nur sagen, dass ich einen super 1. Mai hatte. Das erste Etappenziel ist erreicht. Am kommenden Wochenende geht es nach Neuhaus zum Rennsteig Marathon. Ich bin schon gespannt, wie ich mich dort schlagen werde.
Hier noch ein kleines Bild der Strecke:

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Höhenmeter

29 04 2011

Keine zehn Wochen mehr bis zu den 4Trails. So langsam mache ich mir Gedanken. Habe ich meine Zeit bisher sinnvoll genutzt? Was mache ich in der verbleibenden Zeit? Kann ich mir das wirklich zutrauen?
Leider sind die Tage, an denen ich an dem Projekt 4Trails zweifle, (noch) in der Mehrheit. Aber vielleicht ist das auch eine gute Ausgangssituation. Zumindest kann ich mir nicht vorwerfen, ich würde die 4Trails auf die leichte Schulter nehmen.
Also wie werde ich die nächsten Monate gestalten? Den größten Respekt habe ich vor den Höhenmetern. Ich weiss, dass ich noch einiges tun muss, um fit für die 160 Kilometer zu sein, aber die Distanz schreckt mich nicht so sehr. Es sind die Höhenmeter, die mir Sorgen bereiten. Die Göttinger Berge sind nun nicht gerade vergleichbar mit den Alpen. 400-500 Höhenmeter kommen auf meinen Hausrunden von 15-20 km zusammen. Nicht wirklich viel, aber ein Anfang. Ich werde wohl häufiger Abstecher in den Harz machen müssen. Dazu werde ich meine Aufenthalte in der Schweiz nutzen, um ein wenig ‘Alpenfeeling’ zu bekommen. Ganz nebenbei müssen dann noch die Wochenkilometer hochgeschraubt werden. 100 Kilometer habe ich mir als ‘Höhepunkt’ vorgenommen. Viel mehr wird nicht drinsitzen.
Bis zu den 4Trails habe ich mir drei Milestones gesetzt:

  • Geburtstags-Trail: Am 1. Mai stehen 39 Trailkilometer auf dem Trainingsplan. Es wird weniger um Höhenmeter als mehr um Zeit, Distanz und Test von Material und Verpflegung gehen. Der Lauf wird dann den Langen Lauf in der Woche ersetzen.
  • Rennsteig-Marathon: Drei Wochen später stehe ich am Start des Rennsteig-Marathons. Ein weiterer langer Trainingslauf, diesmal unter Wettkampfbedingungen und mit mehr Höhenmetern.
  • Trail des Bosses: Im Juni soll dann ein letzter Test anstehen. Beim Trail des Bosses geht es über 38km und 1800 Höhenmeter durchs Jura-Gebirge. Die Bedingungen sollten ähnlich sein, wie bei den 4Trails. Einziger Unterschied wird die Höhe sein. Nach diesem Lauf sollte ich noch genügend Zeit fürs Tapering haben. Jetzt muss ich nur noch herausfinden, wie ich an ein ärztliches Attest herankomme, das beim Trail des Bosses akzeptiert wird… Sollte ich dafür einen französischen aufsuchen müssen?

Sehr viel mehr kann ich nicht machen. Jetzt bin ich einmal gespannt, was ich von der Planung umsetzen kann…





Salomon Trailrun Worldmaster abgesagt

12 04 2011

Das war gestern schon ein Hammer, als über verschiedene Kanäle die Nachricht verbreitet wurde, dass die Salomon Trailrun Worldmaster 2011 abgesagt worden sind. Ich muss zugeben, ich dachte zunächst an einen schlechten, verspäteten Aprilscherz. Aber dem war leider nicht so.
Zur Begründung heißt es, die bisher registrierte Teilnehmerzahl sei zu gering. Das erscheint sieben Monate vor dem eigentlichen Ereignis doch recht fadenscheinig. Noch vor ein paar Monaten hatte man das ursprüngliche Konzept über den Haufen geworfen und einen der drei Läufe gestrichen, in der Hoffnung, damit mehr Interessenten zu locken. Aber hatte man wirklich geglaubt, dass mit einer solchen Änderung von heute auf morgen die Teilnehmerzahlen in die Höhe schnellen? Mich würde einmal interessieren, wie viele potentielle Teilnehmer durch die Verkürzung abgeschreckt worden sind.
Wäre man nicht besser gefahren, eine gestaffelte Registrierung anzubieten, also Läufer zu belohnen, die sich früh anmelden? Hätte man es nicht besser zulassen sollen, auch Registrierungen für einzelne Tage zu erlauben?
Alles spekulieren hilft nicht. Die Entscheidung, so sonderbar sie zu diesem Zeitpunkt scheint, ist gefallen. Schade, sehr schade.





Salomon Trail Running Cup

14 02 2011

Ich habe mich gerade ganz unverbindlich für den Salomon TrailRunning Cup gemeldet. Man muss mindestens zwei der dreizehn Läufe absolvieren. Mit dem Rennsteig kommt schon ein Lauf in die Wertung. Leider sind die Etappenläufe in St. Wendel oder Dortmund nicht unter den dreizehn Cup-Läufen. Gut, dann bin ich also im Oktober auch beim Harzgebirgslauf dabei. Der ist zwar nur eine Woche nach dem Kepp-On-Running, aber dass sollte klappen. Jetzt müsste der Veranstalter des Harzgebirgslaufs nur einmal seine Website aktualisieren…

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Salomon Trailrun Worldmasters

1 02 2011

Ab heute 12:00 Uhr ist es möglich, sich für die diesjährigen Trailrun Worldmasters anzumelden. Mit neuem Titelsponsor und leicht verkürztem Programm (zwei statt drei Läufen) geht es am 5. und 6. November wieder über die Trails in und um Dortmund. Eine absolut empfehlenswerte Veranstaltung, die man mitgemacht haben sollte. Ich freue mich schon drauf.

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Anmeldungen unter: http://trailrun-worldmasters.com/





Laufkalender 2011

10 01 2011

Auch wenn das neue Jahr schon wieder zehn Tage alt ist, wünsche ich Euch allen ein frohes neues Jahr! Ich hoffe, es sind alle gut ‘rein gekommen.
Seit letzter Woche bin ich zurück im Büro und der Weihnachtsurlaub scheint in so weiter Ferne zu liegen, dass man meint, er habe gar nicht statt gefunden. Es ist doch immer wieder dasselbe! Kaum zu glauben, wie schnell die Zeit vergeht. Noch unglaublicher finde ich es aber, wie schnell man die über das Jahr mühsam abtrainierten Pfunde wieder auf den Rippen hat. Man, ich dachte meine Waage ist kaputt… Also auf ein Neues.
Während der letzten Wochen hatte ich endlich ausreichend Zeit, mir Gedanken über mein Laufjahr 2011 zu machen. Nachdem ich letztes Jahr eher wahllos an Laufveranstaltungen teilgenommen habe, soll/muss es dieses Jahr ein wenig geplanter zugehen, zumal die Umfänge steigen sollen und das Training dementsprechend auch längerfristig geplant sein will. Also hier ist eine vorläufige Liste von Veranstaltungen, bei denen ich diesesJahr am Start stehen will:

Januar
Im Januar sind keine Laufveranstaltungen geplant. Zwar wollte ich zunächst beim dritten Lauf zur Göttingen Cross-Serie teilnehmen, aber den habe ich ausfallen lassen. Irgendwie passte er nicht mehr so in meine Planung.
Stattdessen geht es im Januar zum Arzt. Nicht weil es mir schlecht geht, aber ich will mich trotzdem einmal durchchecken lassen. Das Jahr wird lang und ich möchte sicherstellen, dass ich zumindest die körperlichen Voraussetzungen mitbringe, um es Gesund zu überstehen. Bevor ich nicht das OK vom Doc habe, werde ich keine Anmeldungen für Laufveranstaltungen ausfüllen.

März
Am 20.3. werde ich zusammen mit Guido beim Steinfurt Marathon starten. Wir werden als Staffel antreten, so dass jeder von uns einen Halbmarathon läuft. Das hat letztes Jahr sehr viel Spass gemacht und soll auch dieses Jahr den Saisonauftakt symbolisieren. Der Lauf ist sicherlich eine gute Standortbestimmung nach einem, wie es aussieht, langen Winter 🙂 Erklärtes Ziel für Steinfurt ist eine bessere HM-Zeit. Mal schauen, was drinsitzt.

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April
Ich will ja dieses Jahr eigentlich verstärkt Trails laufen. Wenn man sich umschaut, gibt es da eine lange Liste von entsprechenden Veranstaltungen im In- und Ausland. Zunächst hatte ich gedacht, dass ich bei der Harzquerung im April dabei sein sollte, aber nachdem man mir vom Hermannslauf in höchsten Tönen vorgeschwärmt hat, habe ich mich für diesen entschieden. Zumal er gar nicht mal so weit von meiner Westfälischen Heimat stattfindet, und quasi ein Heimspiel für mich ist.

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Geburstags-Trail
Im April habe ich Geburtstag. Normalerweise feiere ich meine Geburtstage nicht ausgiebig. Dieses Jahr möchte ich meinen Geburtstag auf eine besondere Art ‘begehen’: Ich werde einen Geburtstagslauf von 39km Länge machen (Ja, einen Kilometer für jedes Jahr.). Und nachdem ich jetzt einige Zeit über dieser Idee gebrütet habe, denke ich mir, dass der Lauf vielleicht auch für andere Läufer interessant sein könnte. Deshalb lade ich herzlichst dazu ein, mich zu begleiten.
Die Strecke steht noch nicht ganz fest, aber es wird ein 39km Trail durch den Göttinger Wald werden. Mittlerweile kenne ich eine Reihe interessanter Laufgebiete um Göttingen und ich schätze, es werden um die 700 Höhenmeter auf überwiegend Waldwegen und Single-Trails herauskommen. Sobald das Wetter es zulässt, werde ich mich aufs Mountainbike schwingen und die Strecke festlegen. Ach so, das Ganze soll am 30.4. stattfinden. Wer also an dem Wochenende noch nichts vor hat, und Lust auf einen gemütlichen Trail-Lauf im Süden Niedersachsen hat (Göttingen lässt sich wunderbar mit dem Zug erreichen) kann sich den Termin ja schon einmal vormerken. Mehr Details demnächst hier.

Juli
Der Höhepunkt der diesjährigen Laufsaison ist für den Juli geplant. Nach längeren Überlegungen habe ich mich entschieden, im Juli bei den 4Trails zu starten: 160km inkl. 10000 Höhenmetern in vier Etappen. Das wird happig, aber mit entsprechender Vorbereitung sollte es machbar sein. Bewusst habe ich mich dazu entschieden, im Mai und Juni an keinen Läufen teilzunehmen. Eigentlich wird das gesamte erste Halbjahr 2011 auf die 4Trails ausgerichtet sein. Neben entsprechenden Lauftraining, soll es vermehrt auch Kraft- und Koordinationstraining geben. Abgerundet soll das ganze dann werden durch Cross-Training auf dem Mountainbike. Das wird mein ersten Etappenlauf dieser Art sein. Falls Ihr also Tipps für einen solchen Lauf oder für die Vorbereitung auf einen solchen Lauft habt, nur her damit!. Ich habe einen riesigen Respekt vor der Veranstaltung, aber ich freue mich auf die Herausforderung!

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September
Ich bin mir sicher, dass wenn ich die 4Trails überstanden habe, ich ein paar Wochen Erholung brauche. Mein Wunsch wäre es, im September wieder fit zu sein. In den letzten beiden Jahren bin ich im September beim Run & Bike 4 Help-Halbmarathon angetreten, eine kleine aber feine Laufveranstaltung im Westen von Göttingen. Es gibt Gerüchte, dass die Benefizveranstaltung dieses Jahr nicht stattfinden wird. Das wäre wirklich schade. Ich hoffe, die Veranstalter finden Wege, dieses Event dennoch anzubieten.

Oktober
Eines der schönsten Laufspektakel, an dem ich bisher teilgenommen habe, war das Keep-On-Running in St. Wendel im letzten Jahr. Und so wie es aussieht, wird es auch dieses Jahr wieder stattfinden. Drei Tage, drei Läufe, knapp 60km in einer tollen Landschaft. Wo wird man denn sonst bei der Pasta-Party vom Bürgermeister persönlich bedient? Ich kann dieses absolut sympathische Event jedem nur wärmstens empfehlen. Das erste Oktoberwochenende ist zumindest in meinem Kalender rot angestrichen!

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November
Das Ende der diesjährigen Laufsaison wird im November von den Windstopper Trailrun Worldmasters in Dortmund markiert. Nach dem letzten Jahr ist klar, dass schon einiges passieren muss, damit ich dieses Jahr dort nicht laufen werde.

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Ja, das war er eigentlich, mein Laufkalender für 2011. Für meine Verhältnisse habe ich mir bestimmt viel vorgenommen, aber sicherlich nicht zu viel. Und wer weiss, vielleicht trifft man sich ja bei der einen oder anderen Veranstaltung.